"Ein schöner Tag ist voll Musik" bekannte der Gesangverein 1866 e. V. unter der Leitung von Helmut Salmen beim gut gelungenen Doppelkonzert mit dem MännergesangvereinMGVEintracht aus Dauchingen. Foto: Helga Schattschneider

Sängerwettstreit: Ein schöner Tag


Bad Dürrheimer Gesangverein und Dauchinger Gäste in guter Form


Zum Chor-Doppelkonzert hatte am Sonntagabend der Gesangverein 1866 Bad Dürrheim in das Haus des Gastes eingeladen. Als Gastchor war zum Sängerwettstreit der ebenfalls bestens gelaunte MGV Eintracht Dauchingen zur Stelle.

HELGA SCHATTSCHNEIDER

Bad Dürrheim. Für das zweistündige Konzert hatten die Chöre ein abwechslungsreiches Programm mit vielen bekannten Melodien zusammengestellt. "Ein schöner Tag ist voll Musik" bekannten die Sängerinnen und Sänger aus Bad Dürrheim, bevor sie sich dem Volkslied zuwandten. Mit Friedrich Silcher begleiteten sie "die Auserwählte" zu Schuberts "Heideröslein".
"Das ist der Tag des Herrn" lobte der Chor unter der Leitung von Helmut Salmen den Sonntag, der gleichzeitig Erntedank und Tag der Deutschen Einheit war, den man bestens mit schöner Musik feiern konnte. Hannelore Proksch führte in bewährter Weise mit erklärenden Worten durchs Programm.
Der MGV Eintracht wanderte an "die alte Linde" und beim "Hobellied" flogen die Späne. Dem Maiglöckchen in den Frühling folgten Sänger und Solist mit "Lily of the Valley". Der Männergesangverein, der erstmals in Bad Dürrheim bei einem Chorkonzert zu hören war, eroberte die Herzen des Publikums bereits mit dem ersten Gesangblock. In die Pause führte der Gesangverein mit Schmetterlingen und Sternen, Tag und Nacht, zusammengefasst in den schönen Melodien von "Butterfly", "Bajazzo" und dem "Himmel, da funkeln die Sterne". Die kurze Pause bot ausreichend Gelegenheit, bei Getränken ins Gespräch zu kommen und sich auf den zweiten Programmteil einzustimmen.
Der großen Oper wandte sich nun der Gesangverein Bad Dürrheim zu. Die "Zauberflöte" lockte "Lucia di Lammermoor" ans Fenster zum Feinsliebchen aus Don Giovanni. Dem Freiheitschor aus "Nabucco" lauschten die Zuhörer besonders aufmerksam.
Noch einmal erfreute der Männergesangverein MGV Eintracht aus Dauchingen mit Dirigent Gernot Laufer die vielen Zuhörer. Nicht nur "in der Kneipe am Moor" singt und spielt einer vor. Das war großartig, flüsterten die neu gewonnenen Fans im Hintergrund. Mit dem Trentiner Bergsteigerchor stieg man hinauf in die Berge zu "La Montanara". In 148 Sprachen wurde dieses bekannte Lied übersetzt, dessen Solopart bei Salvatore Dell'Anna gut aufgehoben war.
Am besten sieht man, "Wenn die Sonne erwacht" in den Bergen. Johannes Nitsche, zweiter Vorstand und Solist übernahm hier den solistischen Sprechgesang und folgte dem englischen Originaltext. Einer lustigen Erzählung glich die Vorstellung "Rothaarig ist mein Schätzelein".
Die Dauchinger Männer besangen mit wohlklingenden Stimmen die Vorzüge einer kreuzfidelen Maid, in deren Kopf ein Kobold das Sagen hat. Mit einer bunten Volksliedmischung aus dem Tessin verabschiedete sich der MGV Dauchingen. Hier zog eine Militärkapelle mit müden Füßen durch das Dorf, eine Bootsfahrt wurde angeboten und ein Blumenstrauß offeriert. Das Publikum hoffte trotz reichlichem Applaus vergebens auf eine Zugabe.
Der leichten Muse widmete der Gesangverein 1866 Bad Dürrheim den letzten Programmblock. Mit "roten Rosen" wolle man sich verabschieden, erklärte Hannelore Proksch, denn "das gibts nur einmal". Das kommt nie wieder? Nun, den MGV Dauchingen kann man bereits am 23. Oktober in Sunthausen wieder hören. Der Gesangverein Bad Dürrheim erfreut seine Zuhörer mit regelmäßigen Konzerten.
Mit dem traditionellen "Dankeschön und auf Wiedersehn" wollte sich der Chor verabschieden. Doch ohne Zugabe durften die Sängerinnen und Sänger mit Dirigent Helmut Salmen und Peter Hastedt am Klavier den Saal nicht verlassen.
Zu einer Premiere lud deshalb Helmut Salmen die Dauchinger Sänger und das Publikum ein. Im Gedanken an den Tag der Deutschen Einheit wolle man das Konzert mit der gemeinsam gesungenen Hymne beschließen.

aus "Die Neckarquelle" - 05.10.2010



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